Revolution der Hungrigen
Es war einmal vor langer Zeit, da zogen grausame Hungernöte durch die Lande, verweilten selten an einem Ort, zogen immer weiter fort. Sie fällten der Menschenleiber, wie der Bauer mit der Sense das Korn.
Ein Edelmann aber sprach: „Sieben Jahre sollt ihr hungern, sieben Jahre sollt ihr Leben.“
So wurden sie nicht alt und starben meist schon in jungen Jahren und auch die Alten wurden nicht verschont.
Diese Lehrstunde aber reichte den Menschen noch lange nicht. Sie beschlossen, ohne lange zu fragen, wir machen einfach weiter in den sieben Lebensjahren.
Eine Frau von großem Namen sprach: „Haben sie kein Brot zu fressen, sollen sie halt Kuchen in ihre Mägen schlagen.“
Das gefiel den Menschen so sehr, sie wollten einfach nur noch mehr. Sie teilten die Welt in mehrere Zonen.
Eine Zone war die des Überflusses, eine andere Zone gehörte den brüderlich Teilenden. Die dritte Zone aber wart das Armutshaus genannt.
Im Überfluss da schwelgten sie wie nach der Sintflut. Die brüderlich Teilenden entwickelten sich schnell zu einer kleinen Schicht, diese hatte natürlich Klasse. Die große Masse stand sich vor den Geschäften die Füße in den Bauch.
In der dritten Zone hingegen war es leicht, der Hunger verschlang die Menschenleben und was er nicht vertilgte, fraßen die Seuchen und Krankheiten auf.
Die Zone des Überflusses vereinigte sich brüderlich mit der Masse der Teilenden, fortan gab es nur noch eine kleine Gruppe im Überfluss und ein großes Meer der ums Überleben Hungernden.
Von dieser Zeit an, waren es nur noch zwei Zonen, um die es ging. Langfristig könnte es so schön sein, wäre da nicht der grenzenlose Hunger der kleinen Gruppe im Überfluss.
Einmal zum Fresser entwickelt, sind sie wie die Heuschreckenschwärme, nicht mehr zu bremsen. Sie fressen alles Essbare weg und meinen es wäre auch noch ihr gutes angestammtes Recht.
Solches geht bekanntlich in keiner Geschichte lange gut.
Die kleine Gruppe im Überfluss stiert und giert nach dem Teller im Armutshaus.
Ohne lange zu fackeln, beschließen sie: „Das nehmen wir uns auch!“
Da schrumpften unterdessen ihre Kornreserven, der Reis ward knapp, die Schar der Ratten sagte: „Ihr habt in eurer Rechnung uns glatt vergessen!“
Jetzt kommt das Unbekannte in die Gleichung. Da wird der Mathematiker verzweifelt. Wie mag diese Rechnung noch aufgehen?
© Bernard Bonvivant
Autor des Romans Das Chaos
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Mittwoch, 8. September 2010
Revolution der Hungrigen
Sonntag, 29. August 2010
2010 das Jahr der Katastrophen???
2010 das Jahr der Katastrophen???
Heute ist nicht das Ende aller Tage und doch sind es der schlechten Tage 2010 zu viele. Es führt an den Rand der Sprachlosigkeit, wenn man die Liste der Katastrophen dieses Jahres betrachtet.
Am liebsten würde man hinausschreien in diese Welt: „Es reicht!“
Doch ob es genug ist, das ist eher zu bezweifeln.
Das Jahr 2010 wird in der Geschichte für die Nachwelt als ein von schweren Naturkatastrophen geprägtes Jahr eingehen. Die Erde aber wird sich wohl kaum so schnell wieder beruhigen und es ist sehr wahrscheinlich, das weitere Katastrophen in der nächsten Zeit folgen werden.
Ist dieses die Ouvertüre zur Götterdämmerung?
Naht dieser Welt der Untergang?
Ich würde gerne die Antwort mit einem klaren Nein geben.
Wie wir wissen, ist im Leben nichts sicher und somit alles einem Wandel und einer durchaus abrupt eintretenden Wende unterzogen. Der einzige gute Rat an dieser Stelle ist: Mensch verliere nicht die Hoffnung und glaube an das Gute, so wendet sich dein Leben auch in die richtige Richtung.
20. Januar, Erdbeben in Haiti: Das Jahr 2010 beginnt mit einem Paukenschlag, das verheerendste Beben des 21. Jahrhunderts, zumindest gemessen an der Opferzahl. Die Zahlen schwankten zwischen 250.000 und 300.000 Opfer. Über 1,2 Millionen Menschen sind obdachlos.
Februar 2010 Erdbeben und Tsunami in Chile: das schwerste Beben, das Chile in den letzten 50 Jahren erleben musste. Darauf folgt ein Tsunami und innerhalb von 24 Stunden unglaubliche 70 Nachbeben. Wissenschaftler stellten anschließend eine Verschiebung der Erdachse und erhebliche Hebungen und Senkungen entlang der gesamten chilenischen Küstenlinie fest. Zwei Millionen Menschen waren betroffen und 342 sind dabei gestorben.
März 2010 Orkantief „Xynthia“: 60 Tote sind in Westeuropa. In Frankreich sterben 48 Menschen. Bis zu 180 Stundenkilometer fegt das Orkantief über Deutschland hinweg. Sieben Menschen sterben. Ein Verkehrschaos auf den Straßen, Schienen und in der Luft ist die Folge.
21. März Island Vulkanausbruch: Ein Vulkan bricht aus nahe dem Eyjafjallajökull-Gletscher auf Island. Bewohner der Ortschaften in der Nähe des Gletschers müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Aschewolke des Vulkans legt Europas Flugverkehr für mehrere Tage lahm. Die finanziellen Ausfälle der Airlines werden nach Schätzungen zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro liegen, weltweit mussten mehr als 100.000 Flüge gestrichen werden. Der Ausbruch des Vulkans betrifft 10 Millionen Menschen.
27. März 2010 Zyklon in Australien: der Zyklons Ului sorgt an der Küste des australischen Queensland für einen längeren Stromausfall.
20. April 2010 Ölpest im Golf von Mexiko: Die Explosion und der Untergang der Ölplattform Deep Water Horizon, unglaubliche 666.000 Tonnen Öl gelangen in den Golf von Mexiko und bedrohen die Küste.
April 2010: Erdbeben in China / Provinz Qinghai: Bei dem Erdbeben kommen 2.220 Menschen ums Leben, mehr als 12.000 Menschen werden verletzt. Das chinesische Katastrophenministerium spricht von circa 225.000 Betroffenen.
20. April Erdrutsche und Überschwemmungen in Rio de Janairo: die schwersten Niederschläge der letzten fünf Jahrzehnte. Nach Behördenangaben sterben mindestens 145 Menschen. Die größte Anzahl der Opfer sind in den Armenvierteln, den Favelas, zu beklagen.
30. Mai 2010 Sturm Agatha: Der erste tropische Wirbelsturm der pazifischen Hurrikansaison 2010 trifft die zentralamerikanischen Staaten Guatemala und El Salvador. Sturzfluten und Erdrutsche werden ausgelöst, 152 Menschen sterben, 150.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen.
Ende Juli/Anfang August Waldbrände in Russland: Über 7.000 Brände fressen sich durch Russland und bedrohen die Hauptstadt Moskau. Das Land ruft den Notstand aus, über Moskau hängt zeitweise eine schwere Smogglocke, die schon einige Todesopfer gefordert hat. Das Feuer bedroht auch ein Atomforschungszentrum.
6. August Hochwasser Sachsen/Brandenburg: Starke Regenfälle verwandeln die Flüsse Oder und Neiße in reißende Gewässer. Viele Teile Sachsens und Brandenburgs werden überschwemmt. Über 11.000 Haushalte in Sachsen sind tagelang ohne Strom, drei Menschen sterben.
8. August Erdrutsch in China: Schwere Erdrutschen im Nordwesten Chinas. Mindestens 700 Tote, viele Menschen werden vermisst. Nach heftigem Regen waren im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche.
August 2010 Flutkatastrophe Pakistan: Das Wasser hat Häuser, Straßen und die Ernte fortgespült. Die Katastrophe betrifft rund ein Fünftel des Staatsgebietes. Nach Schätzungen sind 20 Millionen Menschen von der Flutkatastrophe betroffen und voraussichtlich mindestens 6 Millionen obdachlos.
August2010, Niger: starke Regenfälle verursachen Überschwemmungen. Ackerflächen und Weideland stehen unter Wasser. Unterernährung droht der Hälfte der rund 14 Millionen Einwohnern. Fast 200.000 Menschen sind obdachlos.
29. August 2010 Jakarta Indonesien. Ein Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Sumatra treibt Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Der Mount Sinabung (2451 m) ist Sonntag zum ersten Mal seit 400 Jahren wieder ausgebrochen. Er schleudert Rauch und Asche in die Luft. Neben Atembeschwerden bedroht die Menschen jetzt der Lavastrom und als weitere Folge Überschwemmungen von Flüssen.
Was kommen wird, ist ungewiss, was bleibt, ist noch ungewisser.
© Bernard Bonvivant
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Gemischte aktuelle Voraussagen- Prognosen-Prophezeiungen
Heute ist nicht das Ende aller Tage und doch sind es der schlechten Tage 2010 zu viele. Es führt an den Rand der Sprachlosigkeit, wenn man die Liste der Katastrophen dieses Jahres betrachtet.
Am liebsten würde man hinausschreien in diese Welt: „Es reicht!“
Doch ob es genug ist, das ist eher zu bezweifeln.
Das Jahr 2010 wird in der Geschichte für die Nachwelt als ein von schweren Naturkatastrophen geprägtes Jahr eingehen. Die Erde aber wird sich wohl kaum so schnell wieder beruhigen und es ist sehr wahrscheinlich, das weitere Katastrophen in der nächsten Zeit folgen werden.
Ist dieses die Ouvertüre zur Götterdämmerung?
Naht dieser Welt der Untergang?
Ich würde gerne die Antwort mit einem klaren Nein geben.
Wie wir wissen, ist im Leben nichts sicher und somit alles einem Wandel und einer durchaus abrupt eintretenden Wende unterzogen. Der einzige gute Rat an dieser Stelle ist: Mensch verliere nicht die Hoffnung und glaube an das Gute, so wendet sich dein Leben auch in die richtige Richtung.
20. Januar, Erdbeben in Haiti: Das Jahr 2010 beginnt mit einem Paukenschlag, das verheerendste Beben des 21. Jahrhunderts, zumindest gemessen an der Opferzahl. Die Zahlen schwankten zwischen 250.000 und 300.000 Opfer. Über 1,2 Millionen Menschen sind obdachlos.
Februar 2010 Erdbeben und Tsunami in Chile: das schwerste Beben, das Chile in den letzten 50 Jahren erleben musste. Darauf folgt ein Tsunami und innerhalb von 24 Stunden unglaubliche 70 Nachbeben. Wissenschaftler stellten anschließend eine Verschiebung der Erdachse und erhebliche Hebungen und Senkungen entlang der gesamten chilenischen Küstenlinie fest. Zwei Millionen Menschen waren betroffen und 342 sind dabei gestorben.
März 2010 Orkantief „Xynthia“: 60 Tote sind in Westeuropa. In Frankreich sterben 48 Menschen. Bis zu 180 Stundenkilometer fegt das Orkantief über Deutschland hinweg. Sieben Menschen sterben. Ein Verkehrschaos auf den Straßen, Schienen und in der Luft ist die Folge.
21. März Island Vulkanausbruch: Ein Vulkan bricht aus nahe dem Eyjafjallajökull-Gletscher auf Island. Bewohner der Ortschaften in der Nähe des Gletschers müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Aschewolke des Vulkans legt Europas Flugverkehr für mehrere Tage lahm. Die finanziellen Ausfälle der Airlines werden nach Schätzungen zwischen 1,5 und 2,5 Milliarden Euro liegen, weltweit mussten mehr als 100.000 Flüge gestrichen werden. Der Ausbruch des Vulkans betrifft 10 Millionen Menschen.
27. März 2010 Zyklon in Australien: der Zyklons Ului sorgt an der Küste des australischen Queensland für einen längeren Stromausfall.
20. April 2010 Ölpest im Golf von Mexiko: Die Explosion und der Untergang der Ölplattform Deep Water Horizon, unglaubliche 666.000 Tonnen Öl gelangen in den Golf von Mexiko und bedrohen die Küste.
April 2010: Erdbeben in China / Provinz Qinghai: Bei dem Erdbeben kommen 2.220 Menschen ums Leben, mehr als 12.000 Menschen werden verletzt. Das chinesische Katastrophenministerium spricht von circa 225.000 Betroffenen.
20. April Erdrutsche und Überschwemmungen in Rio de Janairo: die schwersten Niederschläge der letzten fünf Jahrzehnte. Nach Behördenangaben sterben mindestens 145 Menschen. Die größte Anzahl der Opfer sind in den Armenvierteln, den Favelas, zu beklagen.
30. Mai 2010 Sturm Agatha: Der erste tropische Wirbelsturm der pazifischen Hurrikansaison 2010 trifft die zentralamerikanischen Staaten Guatemala und El Salvador. Sturzfluten und Erdrutsche werden ausgelöst, 152 Menschen sterben, 150.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen.
Ende Juli/Anfang August Waldbrände in Russland: Über 7.000 Brände fressen sich durch Russland und bedrohen die Hauptstadt Moskau. Das Land ruft den Notstand aus, über Moskau hängt zeitweise eine schwere Smogglocke, die schon einige Todesopfer gefordert hat. Das Feuer bedroht auch ein Atomforschungszentrum.
6. August Hochwasser Sachsen/Brandenburg: Starke Regenfälle verwandeln die Flüsse Oder und Neiße in reißende Gewässer. Viele Teile Sachsens und Brandenburgs werden überschwemmt. Über 11.000 Haushalte in Sachsen sind tagelang ohne Strom, drei Menschen sterben.
8. August Erdrutsch in China: Schwere Erdrutschen im Nordwesten Chinas. Mindestens 700 Tote, viele Menschen werden vermisst. Nach heftigem Regen waren im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche.
August 2010 Flutkatastrophe Pakistan: Das Wasser hat Häuser, Straßen und die Ernte fortgespült. Die Katastrophe betrifft rund ein Fünftel des Staatsgebietes. Nach Schätzungen sind 20 Millionen Menschen von der Flutkatastrophe betroffen und voraussichtlich mindestens 6 Millionen obdachlos.
August2010, Niger: starke Regenfälle verursachen Überschwemmungen. Ackerflächen und Weideland stehen unter Wasser. Unterernährung droht der Hälfte der rund 14 Millionen Einwohnern. Fast 200.000 Menschen sind obdachlos.
29. August 2010 Jakarta Indonesien. Ein Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Sumatra treibt Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Der Mount Sinabung (2451 m) ist Sonntag zum ersten Mal seit 400 Jahren wieder ausgebrochen. Er schleudert Rauch und Asche in die Luft. Neben Atembeschwerden bedroht die Menschen jetzt der Lavastrom und als weitere Folge Überschwemmungen von Flüssen.
Was kommen wird, ist ungewiss, was bleibt, ist noch ungewisser.
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