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Samstag, 13. November 2010

Volkstrauertag

Volkstrauertag

Welcher Monat des Jahres wäre wohl passender für diesen Tag als der November. Junge Menschen in dieser Welt können mit diesem Tag wenig anfangen, ihnen fehlt der Bezug. Dieser Tag aber ist wichtig, genauso wie die vielen Soldatenfriedhöfe in dieser Welt. Warum?

Es ist ein Aufschrei, ein Mahnmal, das die Menschen warnen soll. Leider haben heutzutage die Fernsehbilder dem Krieg den Schrecken genommen. Es soll bekanntlich Menschen geben die finden so etwas auch noch ganz besonders toll.

Das schockt, das trifft sehr. Zeigt es doch, wie weit sich die Menschen von der Realität entfernen. Das aus dieser Faszination der Kriegsmaschinerie schneller als lieb bitterer Ernst werden kann wird dabei nicht bedacht.

Der Volkstrauertag soll uns zumindest einmal im Jahr wieder in das Bewusstsein führen, welches Glück die Überlebenden haben. Soll uns in Erinnerung führen jene, die dieses Glück nicht hatten. In fast jeder deutschen Familie gibt es aus diesen Zeiten Opfer zu beklagen, längst vergessen, verstaubt in der Abstellkammer, das Bild vergilbt. Die jüngeren Generationen wissen oft nicht einmal vom Schicksal, welches auch ihre Familie einst traf.

Krieg hat immer nur in erster Linie einen materiellen Zweck, die Menschen sind dabei bedeutungslos. Kriege sind somit aus menschlicher Sicht vollkommen überflüssig.

Sie lösen auch nicht wirklich Konflikte oder bringen den Menschen die große Freiheit. In erster Linie sterben in einem Krieg die Menschen, Frauen werden vergewaltigt anschließend achtlos beiseite geworfen, Minderheiten verfolgt, bestialisch gequält.

Was soll also an einem Krieg groß nützlich sein?


In meiner Nähe ist ein Soldatenfriedhof, diesen besuche ich von Zeit zu Zeit, eigentlich müsste ich dieses Bild gewöhnt sein. Nein! Ich bin jedes Mal deprimiert zu sehen, wie jung die Soldaten waren, die dort liegen. Ein Großteil nicht einmal zwanzig Jahre noch kein Mann und doch schon tot.

Wir sprechen immerhin von 60 Millionen Toten allein im Zweiten Weltkrieg. Die Dunkelziffer der vergewaltigten Frauen ist enorm hoch, eine Zahl von einer Million durchaus denkbar.

Diese armen Frauen mussten ihre Schande ein ganzes Leben mit sich tragen. Viele Familien haben sich von ihnen abgewendet, die Nachbarn hinter ihrem Rücken geflüstert. Konnten diese Frauen etwas dafür? Nein! Sie mussten das Los ihres Schicksals durch ihr Leben alleine tragen.

Der Volkstrauertag ist demnach ein wichtiger Tag in unserem Jahr, ein Tag, an dem es gilt, auch einmal in einer ruhigen Minute darüber nachzudenken.

Wir können das Geschehen nicht rückgängig machen aber verhindern es möge je wieder in unser Leben zurückkehren.

Ich kann durchaus verstehen viele Menschen halten nichts vom Beten. Ich aber bete schon für die armen Toten und die Lebenden in der Hoffnung dieser Tag ist ein wahres Mahnmal, lässt uns nicht wieder auf den falschen Weg geraten.

Die Freunde der Kriegsspielerei mögen sich einmal die Mühe machen einen solchen Friedhof zu besuchen, um festzustellen, wie viel Elend und Leid der Krieg uns gebracht hat.

Unsere Welt droht nämlich schon wieder vom rechten Weg abzukommen.

Krieg ist kein Frieden weder während der Kampfhandlungen und dem Sterben noch danach.


© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany



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Tedora

Spirituelle Seminare in Paraguay, auch empfohlen für eine anhaltende Selbstbewußtseins- und Persönlichkeitsbefestigung.


Video -- Indianer- Schamanismus-Schamanen Ritual- Medium Tedora- Paraguay

Freitag, 22. Oktober 2010

Die Macht des Unbewussten

Die Macht des Unbewussten

Manche versuchen diesen 7.Sinn mit Metaphysik zu erklären. Die Metaphysik kommt aus der Philosophie ist eine der Grunddisziplinen und beschäftigt sich mit der Hinterfragung der gesamten Wirklichkeit allen Seins. Im Mittelalter wurde die Metaphysik als Königin der Wissenschaften angesehen.

Das menschliche Wissen ist bedeutend größer als wir im allgemeinen annehmen. In unserem Unterbewussten lagern riesige Schätze an Wissen. Was wäre wenn es uns gelänge diese Schätze zu fördern?

Wir würden wahrscheinlich erstaunt sein und über uns selbst verwundert sein. Nur zulassen werden es nur die Wenigsten. Warum? Weil wir Angst haben vor der Wahrheit? Unser Weltbild vielleicht auf den Kopf gestellt wird? Wir endlich begreifen welchen wahren Sinn unser Leben hat?

Die Intuition von der wir hier sprechen ist das Baugefühl. Jene Region die der Mensch der Steinzeit noch wusste für sich zu nutzen. Das war klug und weise, verhalf oft zu überleben und traf fast immer die richtige Entscheidung.

Der Entwicklungsprozess des Menschen weg vom Menschtier hin zum modernen Menschen führte auch zur Umstrukturierung des Denkens. Wir denken mit dem Hirn, wir brauchen den Verstand! Wer sagt eigentlich dass der Verstand nur aus Hirnmasse besteht? Die Wissenschaft! Das geht in Ordnung, die sagt und schreibt viel und spätestens Morgen schreibt sie ihr Wissen wieder neu. Das ist so seit der Mensch begonnen hat festzulegen, was Wissenschaft eigentlich ist. Diese Festlegung von Werten und Normen hat natürlich zu einer Veränderung geführt. Ob diese Entwicklung immer klug war, darüber lässt sich streiten. Nur Esoteriker brauchen nicht zu streiten, ihre Ansicht ist das Wissen von der Urzeit bis heute. Die Anerkennung der Macht des Universums und somit die ganzheitliche Betrachtung.

Das Bauchgefühl ist also ein Teil unserer Wahrnehmung, Empfindung und Wissens. Im Regelfall aber nutzen wir das Gehirn. Eigentlich Schade, die Intuition führt in den meisten Fällen zur richtigen Willensbildung. Diese Entscheidung fällt schnell und deshalb sagen wir unüberlegt.

Das stimmt aber nicht, diese Entscheidungen sind oft viel haltbarer im Vergleich zu den Abwägungen des Gehirns. In diesem Prozess werden viel mehr Informationen herangezogen als wir uns vorstellen können.

Warum brauchen wir dieses Bauchgefühl, die Intuition überhaupt?

Nehmen wir das Karma, in dieser Betrachtung wird ein weiter Bogen gespannt, hinein in die Vergangenheit, unter Einbeziehung der Ahnen, in das Sein und in die mögliche Zukunft. Schauen wir nun in das Wirken der Schamanen, dann finden wir hier die Parallelen. Der Schamane begibt sich in der Trance hinab zu den Ahnen und betrachtet das Sein und die Zukunft. Das spiegelt sich wieder im Baum des Lebens. Den finden wir schon in der Bibel, gleich bei Adam und Eva. Der Baum des Lebens, das Wurzelwerk gefestigt in der Erde bei den Ahnen, den Stamm im Sein und das große Geäst in der Zukunft. Genauso funktioniert unser Bauchgefühl, es öffnet die verborgenen tiefen Quellen unseres Wissens und lässt uns so die Möglichkeit Entscheidungen zu fällen. Diese Ergebnisse führen durchaus zu Erfolgen und Langlebigkeit. Natürlich muss auch hier festgestellt werden, es gibt keine 100 % richtige Entscheidungen, eine gewisse Fehlertoleranz ist nun einmal menschlich.

Die Intuition ist demnach keine mystische Angelegenheit oder gar nur rein vorbehalten den Zirkeln der Wahrsagerei. Die Intuition ist in jedem Menschen vorhanden, er muss nur bereit dazu sein, diese Möglichkeit auch nutzen zu wollen. In der Esoterik wird natürlich die Intuition genutzt, gerade weil hier eine große Datenbank hinterlegt ist und sehr wahrscheinlich am ehesten der Kontakt zur Seele hergestellt werden kann.

In der Logik des Gehirns dürfte diese erschwert sein. Seele was ist das? Kenne ich das? Habe ich schon einmal eine Seele gesehen? Nein! Damit wäre dann an dieser Stelle mit einer Antwort nicht mehr zu rechnen.

In der Intuition greift unser Bauchgefühl viel weiter zurück, vermutlich sind hier die Informationen aus früheren Leben zu erfragen. In diesem Bereich dürfte das Karma und damit Schicksal des Menschen auffindbar sein. Die Frage ist nur: Wie kommen wir an dieses Informationen?

Für einen Schamanen und Heiler ist dies einfach. Er begibt sich auf die Trancereise und findet garantiert den Schlüssel zu dieser verborgenen Schatztruhe. Er wird einen Blick hineinwerfen um anschließend die Antwort finden.

Das Bauchgefühl ist demnach ein wichtiger Bestandteil des Lebens, das uns Antworten von unschätzbarem Wert geben kann. Leider ist dieser Teil des Menschen der modernen Zeit, eher der Vernachlässigung preisgegeben. Die Folge für die Zukunft aber heißt, das Bauchgefühl wird noch mehr verkümmern.

Nachfolgende Generationen werden nur noch den Kopf gebrauchen für das Weltenbild und das Universum verheißen diese möglichen Erkenntnisse nichts Gutes.


© Bernard Bonvivant , Schriftsteller, Germany


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Samstag, 2. Oktober 2010

Tanz auf dem Vulkan

Tanz auf dem Vulkan

Schwarze Rauchwolken türmen sich zu Berge, die in den Himmel reichen. Am Boden kocht und speit die glühende Lava, verbrennt das fruchtbare Tal.

Einst lebten hier Milliarden Menschen, jetzt thront hier der Gott des Verderbens und der Gier. Seine wackeren Getreuen sind längst seelenlose Lebewesen.

Wer in sein Reich will, muss geloben, nur dem König des Geldes zu dienen. Wer in sein Reich will, muss bereit sein zum Wandel. Hinweg mit aller Menschlichkeit, werde nur noch zum gierenden Tier. Statt Augen braucht es Dollarnoten, der Trieb liegt im Materialismus. Werde nicht reich werde einfach noch reicher.

So stehen die Gewitter am Himmel und versammeln das Volk. Am Eingang zum Reich stehen lange Schlangen, heiß begehrend den Einlass. Die Wartenden tragen noch Kleider, doch bald werden sie schonungslos barfuß und nackt durch diese Welt wandeln.
Auf der anderen Seite steht auf einer grünen Wiese ein alter weiser Mann. Er spricht die vorbeiziehenden Menschenmassen an.

„Wohin des Weges meine Freunde? Seit ihr nicht ein wenig zu schnell auf Schusters Rappen unterwegs?“

Die meisten Leute würdigen ihn keines Blickes. Einige wenige Menschen bleiben stehen und schauen ihn verwundert an.

„Was geht es dich an, wohin wir eilen? Außerdem hast du keine Augen im Kopf? Deine Zeit ist abgelaufen, da in der Ferne wartet die neue Zeit. Wir werden über Gold laufen und die reinste Luft einatmen. Wir werden endlich Geld haben und wir werden nie wieder Armut erleiden.“

Der weise Mann schaut in die Ferne. Er sieht nur schwarzen Rauch und Lavaströme.

„Schaue genauer hin, du armer Tropf, da ist Sonnenschein und der Boden aus reinem Gold!“ Trotzig zeigen Sie in die Richtung des flammenden Glücks. Die Zukunft ruft und so schreiten sie wagemutig voran, ohne auch nur noch einen Blick nach hinten zu werfen.

Der alte Mann schaut den Vorbeiziehenden hinterher und ruft.

„So lauft doch in euer Verderben!“

Da spricht eine Stimme zu ihm.

„So lass es gut sein. Es ist ihr Verderben nicht das Deine.“

Erstaunt schaut der alte Mann sich um und sieht eine Schamanin am Wegesrand stehen. Sie lächelt ihn an.

„Schau doch nur, wie sie tanzen um ihre Lagerfeuer. Längst brennen ihre Fußsohlen und bald stehen die Tänzer lichterloh in Flammen. Sie vernichten sich selbst, was stört dich daran?“

Der alte Mann schaut auf das Treiben. Sein Blick wandert zur Schamanin, die nun neben ihm steht.

„Willst du auch zu diesem Vulkan gehen?“

Die Schamanin schaut ihn entrüstet an.

„Spinnst du alter Mann! Weißt du nicht welches die Aufgabe der Schamanen ist?“
„Doch, ich weiß, welche Aufgabe der Schamane hat, deshalb kann ich es auch nicht glauben.“

Die Schamanin breitet die Arme aus.

„Eben! Ich bin nicht gekommenen wegen der verlorenen Seelen, ich bin gekommen, um deine Seele zu retten.“

Der alte Mann überlegt einen Augenblick.

„Meine Seele? Ich werde nie zu diesem Vulkan gehen. Schau, sie nehmen wieder Billionen in die Hand, um das Feuer in Gang zu halten. Sie reichen dafür das wertlose Papier und glauben damit wäre ihre Welt aus dem Schneider. In Wirklichkeit ist ihre Welt am Ende. Sie wollen den Wandel und können nicht loslassen. Sie wollen die Zukunft und blicken doch zurück. Sie wollen ein besseres Leben und halten an ihren alten Werten fest. Ich warte eigentlich nur noch auf den großen Knall.“

Die Schamanin nimmt ihn an der Hand.

„Deshalb bin ich hier, um dich fortzuführen von diesem unsicheren Ort. Kommt der große Knall, dann ist auch dieses Fleckchen Erde dahin. Wir müssen hinauf auf den hohen Berg. In der Höhe haben wir die Übersicht. Der Tanz auf dem Vulkan wird zu Gemetzel und Blutrausch führen.“

Der weise Mann folgt der Schamanin und sie gehen über die Wiesen und Täler hinüber zu dem hohen Berg. An seinem Fuße legen die Wanderer eine Rast ein. Der alte Mann blickt ein wenig traurig in die Welt. Ein leichter Zug von Wehmut liegt in seinen Gesichtsfalten.

Die Schamanin klopft ihm aufmunternd auf die Schultern.

„Na mein Alter, was hast du für ein Problem?“

Der weise Mann schaut hinauf zum Berg. In weiter Ferne, nahe den Wolken kann er die Bergspitze erkennen. Der Aufstieg wird beschwerlich sein und kräftezehrend. Er steht auf.

„Ich habe kein Problem, eher eine Erkenntnis. Meiner Auffassung nach gibt es ein Weltenkarma und dieses Karma wiederholt sich so lange und so oft, bis es gelöst ist. Was in der nahen Zukunft passiert ist nicht neu. Am Vulkan spielen die Akteure wieder Gewinner – Verlierer, statt Gewinner – Gewinner. Es ist für mich eigentlich schon klar, wie dieser Tanz auf dem Vulkan ausgehen wird. Lass uns den Aufstieg wagen, droben am Gipfel wartet die Zukunft auf uns.“

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany

Autor des Romans „Das Chaos

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Freitag, 24. September 2010

Gibt es Wunder?

Gibt es Wunder?


Nein! Die gibt es nicht, sie passen nicht in das definierte Regelwerk der Gesetzesmäßigkeiten. Das ist wissenschaftlicher Fakt! Was ich nicht beweisen kann, das kann auch nicht sein.

Wer hat nun diese Gesetzesmäßigkeiten vorgegeben?

Sie sind entstanden aus Menschenhand und werden zum Stein der Weisen.
Diese Weisen haben zuweilen aber auch ein Problem. Es gibt nun einmal Tatsachen, die nicht in das Regelwerk passen und doch gegeben sind. Für solche Fälle gibt es eine schlaue Lösung:

Die Ausnahme bestätigt die Regel.

Diese Form der Gestaltung von Gesetzesmäßigkeit gibt es nicht nur in der Grammatik. Folglich erklären wir die Ausnahme im Anhang zur Regel.

Damit gibt es eben keine Wunder zumindest für die Wissenschaft.

Gibt es demnach wirklich keine Wunder?

Es liegt an der Beweisführung und an der Gesetzesmäßigkeit, welche dem Wunder eben fehlen. Hätte das Wunder diese Eigenarten, dann wäre es auch kein Wunder mehr.

Seit Jahrtausenden glauben die Menschen an Wunder und solches gefällt der Wissenschaft natürlich nicht. Die Ausrottung dieser Wurzel gelingt aber genauso wenig. Es ist nun einmal ein Fakt, dass auf dieser Erde sich eben nicht alles in ein Röhrchen stecken lässt und am Ende im Labor ein Ergebnis steht.

Das Wunder ist eher dann eine Frage des Glaubens und des Willens. Im Volksmund heißt es so schön: „Der Glaube versetzt Berge.“

In diesem Ausspruch liegt ein langer menschlicher Erfahrungswert.

Nehmen wir zum Beispiel jene Kultstätten an denen sich über lange Zeiträume Menschen versammeln und um ein Wunder bitten, beten oder flehen. Erstaunlicherweise tragen sich dann an solchen Orten oder wenig später tatsächlich für einzelne Menschen wahre Wunder zu.

Wunder der Heilung, Wunscherfüllungen und was es so alles an Bedürfnissen eben gibt.

Geht das mit rechten Dingen zu? Ist es eine Form der Suggestion?

Nun es werden im Regelfall kleine Opfer dargebracht, Blumen aufgestellt, Kerzen entzündet, Duftstäbchen, bunte Bänder oder Blätter mit Wünschen aufgehängt. Diese Form ist unabhängig von Kultur oder Glaube.

Erstaunlicherweise erfahren auch viele Menschen tatsächlich Hilfe.

Vor vielen Jahren habe ich an einem kalten und stürmischen Winterabend im Dezember die Schwarze Madonna von Altötting besucht. Ich hatte mein Hotel verlassen und wollte noch ein wenig spazieren gehen. Mein Weg führte mich direkt zu diesem Ort und ich lief mehrfach diesen Wandelgang um die Kappelle. Ich staunte über die Vielzahl der Dankestafeln und die Inschriften. Ich betrat die Kapelle und wurde sofort von einer eigenartigen Atmosphäre umfangen, ich spürte förmlich eine mir nicht erklärbare Kraft, die von diesem Ort ausging. Diese Gefühle waren so stark, dass mir sogar irgendwann die Tränen die Wangen hinabliefen. Trotz der Kälte spürte ich die Wärme, die sich in meinem Körper ausbreitete. Nachdem ich lange Zeit die Madonna betrachtet hatte, setzte ich mich still auf die Bank und verweilte an diesem Ort.

Was immer auch damals mit mir geschah, eines ist für mich ohne Zweifel, an solchen Orten bestehen Kräfte, die in eine normale Erklärung des Weltbildes nicht hineinpassen.

Ähnliche Momente erlebte ich in der letzten Zeit, während meiner Besuche, an einer in meiner Heimat gelegen Marienstätte.

Die innere Stille und das Gefühl der Anwesenheit einer starken Kraft sind sicher keine Einbildung. Es ist eine Frage der Sensibilität. Das an solchen Orten dann tatsächlich kleine oder auch große Wunder vollbracht werden können, halte ich für meine eigene Person glaubwürdig.

Es bleibt dabei für mich unwichtig, ob solche Ereignisse in die Ansichten und Gesetzesmäßigkeiten einer Welt passen, die Wertigkeit des Seins kann an diesen Orten durchaus erfahren und neu definiert werden.

Das Wunder ist somit eine Frage der Spiritualität. Spätestens, wenn es ein neues großes Wunder geben wird, eine Massenheilung zum Beispiel, dann wird die Welt wieder das Problem haben zu erklären, wie solches möglich ist. Ich für meinen Teil würde empfehlen es einfach anzunehmen und sich zu freuen mit den Menschen.

Zerredet, zerpflügt und zerstört wird auf dieser Welt leider viel zu viel. Lasst es ein Wunder sein, wenn es dann geschieht, denn es gereicht den Menschen zum Glück und zur Hoffnung.



© Bernard Bonvivant, Autor des Romans das Chaos



Ein Nachkomme der Göktürken aus dem Altai- Gebirge


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Freitag, 17. September 2010

Kraft

Kraft


Viel Kraft kann plagen,
um sein Los zu tragen,
dabei niemals zu klagen.

Kraft sinnvoll setzen,
nicht nur in Eile wetzen.
Luft holen und sich setzen.

Mit Kraft bedacht handeln,
im Alter zum Guten wandeln,
zum Gesteck der Weisheit bandeln.

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany

Samstag, 11. September 2010

Die Zukunft 2025 - Leben hinter der Mauer

Hallo liebe Leserinnen und Leser dieses Forums. An allen Ecken und Enden dieser Welt diskutieren die Menschen über die Zukunft.

Die Farbe reicht von rosig bis tief schwarz. Überhaupt scheint die Düsterheit offenbar mystisch zu sein. Stimmt aber nicht! Die Esoterik ist zwar ein Sammelbecken für alle Stilrichtungen und jeder sucht sich dort seinen eigenen Platz, nur grundsätzlich gilt es positiv zu denken. Damit will ich sagen wer das Dunkele forciert, darf sich nicht wundern, wenn es um ihn herum nicht mehr hell und schön ist.

Ich habe mich gefragt, was ist in den letzten Jahrzehnten passiert ist, welche Auswirkungen werden diese auf unser heutiges Leben haben. Natürlich kann niemand genau vorausahnen, was uns die Zukunft bringt. Viele Teile dieses Puzzles sind und bleiben Unbekannte in diesem Spiel. Verschiedene Ereignisse sind aber dennoch sozusagen Markierungen und entlang dieser Steine läuft das Leben. Natürlich können neue Begebenheiten eine Kursänderung erbringen und gerade darauf setzen wir ja in der Esoterik.

Es geht nicht darum im Recht zu sein, es geht darum zu versuchen diese Welt ein wenig in eine andere Richtung zu schieben, hin zu einer Balance. Das ist natürlich immer ein Schritt auf Messerschneide. Gelingt das Kunststück ist der Visionär der Held, misslingt der Akt wird er sofort zum Narren.

Im Prinzip ist es vergleichbar mit dem Rad des Lebens, dem Schicksalsrad. Für manchen Zeitgenossen wird es eher zum Hamsterrad, für andere Menschen eine Fahrt ins Blaue.

Aus heutiger Sicht geht es erst einmal bergab. Was aber könnte sich aus dieser Talfahrt entwickeln? Ich hoffe auf einen friedlichen Wandel, leider aber spielen auch noch andere Spieler mit und so werden wir erst in 10 Jahren mehr wissen. Das Schwert bleibt in der Scheide oder eben nicht.

In den nächsten Jahren wird sich die Verarmung zu einer Geisel entwickeln. Es wird immer mehr Menschen geben, deren Zukunft beschwerlich sein wird. Die sozialen Netze werden immer grobmaschiger werden. Am Ende führt die Armut in der Lebensarbeitszeit über in die Altersarmut. Das hängt mit den niedrigen Beiträgen in die Altersicherungssysteme zusammen und mit dem fehlenden Kapital einen Grundstock für das Alter zu bilden.

Diese Erkenntnis wird erst im Laufe des nächsten Jahrzehntes greifen, noch wird darüber gelächelt. Die Folgen für die Folgegenerationen sind eigentlich schon zu sehen.

Wie also wird unsere Welt 2025 aussehen? – Leben hinter Mauern!

Denkbar, bereits heute werden die Elendsviertel systematisch abgeriegelt. In vielen Ländern wird das Elend bereits jetzt hinter Mauern versteckt. An manchen Stellen sogar mit Sicherung durch spezielle Überwachung durch den Staat.

Der Mangel an Grundnahrungsmittel und die Verfeinerung von Produktionstechniken führt zu immer mehr Einsatz von Chemie, statt Nahrungsmittel. Dieses Spiel lässt sich noch verbessern. Der Mensch der Zukunft kann über entsprechende Zugaben somit nicht nur versorgt, sondern auch kontrolliert werden.
Lachen sie nur ruhig an dieser Stelle, die Tür zur Möglichkeit ist bereits geöffnet. Stellt sich die Frage, wann ist das Tor sperrangelweit offen?

Immer mehr Menschen werden aufgrund des fehlenden Geldes obdachlos werden. Diese Menschen finden Zuflucht in den Elendsvierteln, sicher hinter Mauern.

Was heute bereits Realität ist in vielen Großstädten dieser Welt wird dann zum Alltag. Der größte Teil der Menschheit droht zu verelenden.

Wie würden sie damit umgehen, hätten sie die Macht?


Die Verfahrensweise ist denkbar einfach und schon oft in der Vergangenheit probiert worden. Die Geschichtsbücher sind davon voll und Hollywood hat mit viel Stoff auf der Leinwand gedient.

Der nächste Schritt heißt also totale Überwachung. Zur Zeit wird daran heftig gebastelt und in der Zukunft droht die absolute Kontrolle. Im Klartext bedeutet dies, der Verlust aller persönlichen Rechte.

Die Folge daraus wird sein, die Menschenrechte gehen ebenso verloren.

Jetzt betrachten wir die Steinchen und schauen wohin der Weg uns führen könnte.

Die meisten Menschen werden im Jahre 2025 hinter Mauern leben, in einer total überwachten Welt. Geprägt von der Abhängigkeit entstanden durch chemische Nahrungsmittelzufuhr. Seuchen und Krankheiten werden sie dezimieren, sie haben kein Geld um einen Arzt oder gar Medizin zu bezahlen. Frauen wie Männer werden unfruchtbar werden.

Wer aber werden ihre Bewacher sein?


Es werden die Androiden sein. Jene künstliche Lebensform, geschaffen zur Hilfe für den Menschen, wird zum letzten Begleiter einer aussterbenden Rasse.

Haben wir noch eine Chance?

Ja, wir haben Sie! Lese die Vergangenheit und du wirst sehen, wie die Zukunft werden könnte. Wir haben die Möglichkeit aus unseren Fehlern zu lernen und wir haben die Möglichkeit unsere Welt positiv zu verändern. Es ist noch nicht zu spät, aber es ist sprichwörtlich kurz vor zwölf.

Die Esoterik sieht das Ganze. In ihrer Philosophie gibt es über Jahrtausende große Köpfe und Denker. Aus dieser Richtung wehe der neue Wind in diese Welt, damit wir eine neue Blütezeit und nicht Trauerzeit erleben werden.

© Bernard Bonvivant


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Mittwoch, 8. September 2010

Revolution der Hungrigen

Revolution der Hungrigen


Es war einmal vor langer Zeit, da zogen grausame Hungernöte durch die Lande, verweilten selten an einem Ort, zogen immer weiter fort. Sie fällten der Menschenleiber, wie der Bauer mit der Sense das Korn.

Ein Edelmann aber sprach: „Sieben Jahre sollt ihr hungern, sieben Jahre sollt ihr Leben.“

So wurden sie nicht alt und starben meist schon in jungen Jahren und auch die Alten wurden nicht verschont.

Diese Lehrstunde aber reichte den Menschen noch lange nicht. Sie beschlossen, ohne lange zu fragen, wir machen einfach weiter in den sieben Lebensjahren.
Eine Frau von großem Namen sprach: „Haben sie kein Brot zu fressen, sollen sie halt Kuchen in ihre Mägen schlagen.“

Das gefiel den Menschen so sehr, sie wollten einfach nur noch mehr. Sie teilten die Welt in mehrere Zonen.

Eine Zone war die des Überflusses, eine andere Zone gehörte den brüderlich Teilenden. Die dritte Zone aber wart das Armutshaus genannt.

Im Überfluss da schwelgten sie wie nach der Sintflut. Die brüderlich Teilenden entwickelten sich schnell zu einer kleinen Schicht, diese hatte natürlich Klasse. Die große Masse stand sich vor den Geschäften die Füße in den Bauch.

In der dritten Zone hingegen war es leicht, der Hunger verschlang die Menschenleben und was er nicht vertilgte, fraßen die Seuchen und Krankheiten auf.

Die Zone des Überflusses vereinigte sich brüderlich mit der Masse der Teilenden, fortan gab es nur noch eine kleine Gruppe im Überfluss und ein großes Meer der ums Überleben Hungernden.

Von dieser Zeit an, waren es nur noch zwei Zonen, um die es ging. Langfristig könnte es so schön sein, wäre da nicht der grenzenlose Hunger der kleinen Gruppe im Überfluss.
Einmal zum Fresser entwickelt, sind sie wie die Heuschreckenschwärme, nicht mehr zu bremsen. Sie fressen alles Essbare weg und meinen es wäre auch noch ihr gutes angestammtes Recht.

Solches geht bekanntlich in keiner Geschichte lange gut.

Die kleine Gruppe im Überfluss stiert und giert nach dem Teller im Armutshaus.
Ohne lange zu fackeln, beschließen sie: „Das nehmen wir uns auch!“

Da schrumpften unterdessen ihre Kornreserven, der Reis ward knapp, die Schar der Ratten sagte: „Ihr habt in eurer Rechnung uns glatt vergessen!“

Jetzt kommt das Unbekannte in die Gleichung. Da wird der Mathematiker verzweifelt. Wie mag diese Rechnung noch aufgehen?



© Bernard Bonvivant


Autor des Romans Das Chaos


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Freitag, 3. September 2010

Handlesen will gelernt sein!

Handlesen will gelernt sein

Eine junge und eine alte Zigeunerin treffen sich auf dem Jahrmarkt.
Sagt die junge Zigeunerin: „Oh, auf Dich kommt die nächste Zeit viel
Ärger zu.“ Entgegnet die alte Zigeunerin: „ Bei Dir stehen die Männer
Schlange aber nicht mehr lange. Du wirst älter werden.“ Meint die junge
Zigeunerin: „ Was für ein Ärger kommt den auf Dich zu?“ Sagt die Alte: „Siehst
Du, Du kannst nicht einmal richtig Handlesen, ansonsten wüsstest Du es.
Ich muss demnächst einem Richter erklären, wieso wildfremde Leute
ständig ihre Geldbörsen in meiner Schürzentasche verlieren, als ob ich dafür
etwas könnte.“

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany

Autor des Romans „Das Chaos“


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Sonntag, 29. August 2010

Die Wildschweine erobern die Menschenwelt

Die Wildschweine erobern die Menschenwelt

Die Morgenstunde schien ihnen zum frühen Tod. Sie glaubten sie seien stark, fühlten sich unangreifbar, stürmisch im Drang und halbstark im Benehmen. Angelockt von diesem Menschenquartier versuchte die Horde hier zu landen. Kann einer Invasion Halbstarker ohne Plan solches gut gelingen? Nein!

Forscher Übermut tut selten gut. Während sie sich noch auf dem Erfolgskurs wähnten, hatten ihre Gegner längst die Stellung bezogen. Am Ende fielen die Angreifer in Scharen, dass hatten sie jetzt davon. Was aber sagten die Artgenossen zu diesem Verhalten. Das Oberschwein schrie: „Das lassen wir uns nicht bieten!“

Fortan zeigten die Wildschweine ungeniert den Menschen ihr Gesicht. Sie suhlten sich auf Straßen, durchwühlten die Friedhöfe und vernichteten genüsslich die Rebstöcke des Weinbergs. Kurzerhand begann ein wahrer Siegeszug, das Heer der Wildschweine sich ungeheuerlich vermehrte. Die neu Parole hieß: „Gewinner des Klimawandels sind wir!“ Damit auch die Menschen dies verstanden, zogen die Saubanden durch die Innenstädte. Ohne Scham wurden die Mütter in Angst und Schrecken versetzt.

In Vollmondnächten trieben ganze Horden Ihr Unwesen, zeigten ohne Scheu ihre Macht. Am schlimmsten aber waren die Jungtiere und Frischlinge. Es war kaum zu glauben, aber die Teenagerschwangerschaft wurde fast zur Normalität. Nervenstark zogen die Rabauken in der Menschenwelt ein. Das Wildschwein ist wie der Mensch. Es frisst, erobert, zerstört und duldet keine Eindringlinge.

Jetzt heißt es folglich: Treibjagd auf den Menschen oder ist es nur ein zurück zur Natur?


© Bernard Bonvivant

Autor des Romans "Das Chaos"




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Samstag, 28. August 2010

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Reformation

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Reformation

Liberté, égalité, fraternité et réformation


Was hat dies mit Esoterik zu tun?

Eine ganze Menge mehr als die meisten Menschen glauben.

In der Welt der Esoterik wird derzeit viel geschrieben. Ganze Heerscharen von Wissenden schütten derzeit eine Katastrophe nach der anderen aus ihren Füllhörnern.

Eines kann nicht bestritten werden, wir befinden uns auf dem Weg in ein neues Zeitalter. Dieser Wandel ist natürlicher Prozess, die Epochen kommen und gehen wie das Leben selbst.

Eigentlich wollte ich mich zu diesen Prophezeiungen äußern doch fehlen mir angesichts der vielen unterschiedlichen Auffassungen die Worte.

Spätestens ein Buch aus dem Jahre 1931 hat mir dann die Augen geöffnet.
Ich stellte erschreckend fest, es gilt wenig Veränderung seitdem festzustellen. Die Welt der Armen hat sich nicht verändert andernfalls ihr Gesicht. Geschminkt und zensiert für die Öffentlichkeit. Ehrenhalber sei festgestellt diesen Umstand hat der Schriftsteller bereits im Jahre 1931 ebenso für seine damalige Zeit empfunden. In der heutigen Zeit ist die Macht der Medien allerdings fast unbeschränkt geworden und bündelt sich in wenigen Händen mächtiger Personenkreise.

Der Mensch hat sich nicht spürbar verändert, er hat die gestellten Aufgaben nicht gelöst, sein Hang zum Egoismus ist am Ende wahrscheinlich sein Untergang.

Weshalb wähle ich die obigen Begriffe für meinen Beitrag?

Diese Worte sind reine Lippenbekenntnisse.

Nehmen wir die Freiheit, wie viel Freiheit haben wir in unserem Leben wirklich?

Ein guter Freund meinte anlässlich eines längeren Waldspaziergangs. „Vielleicht findet unser Leben bereits in einer Matrix statt.“
Diese Vermutung ist nicht einmal von der Hand zu weisen. Der Mensch wird seiner Freiheit immer mehr beraubt.

Am meisten schockte mich die Aussage eines Menschen, dessen Meinung doch tatsächlich war. „Das finde ich absolut in Ordnung. Wo kommen wir hin, wenn jeder Mensch frei wäre. Ich finde die Einschränkung der Freiheit vollkommen in Ordnung.“

An diesem Tag wurde mir bewusst, es ist nicht möglich die Dummheit auszurotten, also meide ich in Zukunft den Umgang mit Menschen, die derlei Gedankengut pflegen.

Nehmen wir die Gleichheit, wie viel Gleichheit gibt es unter den Menschen?

Die Frauen dieser Welt sind immer noch meilenweit entfernt von der Gleichbehandlung. An vielen Orten dieser Welt haben die Frauen immer noch keine Rechte und werden schlechter behandelt als das Vieh. Das ist nun einmal eine Tatsache, wenn sie auch immer gerne übersehen wird. Die Gleichbehandlung der Menschen und Rassen ist ebenso wenig gegeben. Ich achte Menschen anderer Länder, Kulturkreise und Nationen, die Wirklichkeit aber sieht auf den Strassen dieser Welt leider immer noch anders aus. Ausgenommen natürlich die heile Welt der Bildschirme und Medien, in denen ein ganz anderes Bild vermittelt wird.

Was ist nun aus der Brüderlichkeit geworden?

Die biblische Geschichte von Kain und Abel ist in der Realität leider immer noch bittere Wirklichkeit.

In der Französischen Revolution traten die Menschen für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit an, im Ergebnis aus heutiger Sicht betrachtet konnten diese Ziele nicht erlangt werden.

Was wurde aus der Reformation?

Ich wiederhole mich ungern, aber auch hier waren die Worte groß und die Taten klein. Die Reformation ist mittendrin einfach stehen geblieben.

In der Spiritualität gibt es unterschiedliche Auslegungen zu diesen Themen. Kann es doch stimmen, dass der Mensch sein Karma so oft durchlaufen muss, bis er seine Aufgaben gelöst hat?

Es wäre das stärkste Argument für die Wiedergeburt.

Was bedeutet dies für die Esoterik?

In der Esoterik wird in der Philosophie immer eine klare Antwort zu einem universellen Gott gegeben. Folgt man dieser Spur, kommt man auch zum Weltenkarma. Betrachtet man die Aussage in allem sei ein Stück des Schöpfers, dann ist auch die Handlung Wille des Schöpfers.

Soll das Menschtier endlich zur Vernunft erzogen werden?

Unterstellen wir dies als eine Möglichkeit, dann wird uns dieses neue Zeitalter die unerledigten Fragen nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Reformation erneut als Thema vorlegen.


Interessant wird es nun zum Beispiel die Bücher der großen spirituellen Gemeinschaften unter solchen Gesichtspunkten zu lesen und dies auch zwischen den Zeilen. Am Ende kann es nämlich nur eine einzige Macht und Kraft im Universum geben und dabei spielt die Benennung keine Rolle.

Bezüglich der Propheten wird es schwer. Was mag einen Nostradamus vor 500 Jahren zu seinen Aussagen bewogen haben und was würde er in der heutigen Zeit dazu sagen?

Eines ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, Seher und Propheten, haben durchaus auch mit ihren Prophezeiungen teilweise richtig gelegen.

Das Ende der Welt ist aber noch nicht in Sicht, so einfach wird es dem Menschen dann doch nicht gemacht.

Ich bin ein unverbesserlicher Optimist und ich hoffe auf den großen Schritt der Menschheit zur Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Reformation.


© Bernard Bonvivant, Autor des Romans "Das Chaos"


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Dienstag, 22. Dezember 2009

De revolutionibus orbium coelestium

De revolutionibus orbium coelestium

Über die Kreisbewegungen der Himmelskörper

Nikolaus Kopernikus, Astronom, Wissenschaftler und Revolutionär. Anno 1543 wagte er es ein ganzes Weltbild zu erschüttern. Er zerbrach die alten Weisheiten und entwickelte ein komplett neues Weltbild.

Der Mittelpunkt des Universums sei die Sonne und die Erde bewege sich. Das war so ungeheuerlich, der schlimmste anzunehmende Unfall.

„Die Menschheit wird um ihren Himmel gebracht!“ Damit aber wankten die Glaubensansichten beträchtlich und der heilen Welt drohte nun ein ungewisses Schicksal.

Heute wissen wir, die Erde dreht sich und den Himmel über uns gibt es immer noch, lediglich das Leben unter diesem Himmelszelt hat sich stark gewandelt. Vielleicht besser ausgedrückt, es pulsiert heftig und manche Zeitgenossen würden gerne den Tag noch mehr ausfüllen. Leider bleiben aber vorerst 24 Stunden eben nur ein Tag. Während in Computern die Prozessoren immer schneller werden und die Festplatten immer mehr Daten speichern müssen, bleibt der Mensch was er ist oder eben nicht.

Die Menschen können ihre äußere Fassade verändern und Schönheitschirurgen sich unter dem Messer ihre Wunschtraumpartnerin bezüglich der Äußerlichkeit schaffen. Es zählen auch die inneren Werte eines Menschen und nicht nur die Oberfläche.

Eines ist gewiss ohne die inneren Werte und Einstellungen wären Veränderungen, Forscherdrang und der Mut dazu, schlichtweg der Natur des Menschen nicht gegeben.

Der Konflikt zwischen Glauben, Forschung und dem Drang nach dem Wissen ist grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung der Menschheit.

Bedeutende Männer haben tiefe sichtbare Spuren hinterlassen, von einem Aristoteles über Kopernikus bis hin zu Galileo. Der im Jahre 1633 als tiefgläubiger und überzeugter Mensch im Büßerhemd vor der Inquisition seinen Ansichten abschwor.

Immerhin wurde rund 350 Jahre später dieses Verfahren von der Kirche in Zweifel gezogen. 1992 wurde Galileo rehabilitiert. Indirekt wurde damit auch Kopernikus anerkannt.

In den nächsten Jahrzehnten wird es wieder Menschen geben, die das Weltenbild verändern werden und dies in positiver Sicht. Jene aber die im ewigen Gestern leben, werden auch dort verbleiben. Sie werden dann hinweg gespült werden und es mag ihnen vorkommen wie die Sintflut und der Weltuntergang zugleich.

Diese Welt aber wird nicht untergehen und es wird eine neue Menschheit erblühen. Es werden Menschenkinder sein, die endlich verbinden was in der heutigen Zeit noch trennt. Sie werden nicht mehr schwingen die Schwerter voller Hass, stattdessen begegnen sie sich in Frieden und Freiheit. Die falschen Götzen und Tyrannen aber werden in ihrem eigenen Meer der Tränen ertrinken.

Dieser Wandel wird weder zu verhindern noch zu befürchten sein. Er führt in ein neues Zeitalter und in eine neue Weltansicht.

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany,
Autor des Romans „Das Chaos

Samstag, 10. Januar 2009

Das Chaos von Bernard Bonvivant

Der futuristische Debütroman „Das Chaos“ des Autoren Bernard Bonvivant thematisiert das Leben im Jahre 2028. In diesem Zukunftsroman werden die Überlebenschancen der nachfolgenden Generation aufgrund unzähliger Komplikationen in düsteren Farben dargestellt. Die von Bernard Bonvivant dargestellte Zukunftsperspektive gleicht einer Apokalypse mit einer Dominanz der älteren Gesellschaft, einer dramatisch zunehmenden Umweltzerstörung und einer Manipulation der Menschheit durch böse Machenschaften. In dieser Welt des Chaos und der Vernichtung entwickelt sich die Romanze zwischen Karl und Christina, die sie aus der Monotonität ihres Alltags reißt. Beide werden in einen Kampf gegen das totalitäre System verwickelt. Gemeinsam mit anderen Gegnern dieser aktuellen Lebensumstände engagieren sie sich für ein Projekt das einen Wandel der inhumanen Umstände und eine neue Welt prophezeit. Eine spannende gestaltete Zukunftsvision verspricht Dramatik und Leseunterhaltung auf höchster Ebene.
Deutschland im Jahre 2028. Für den 70-jährigen Karl beginnt der Tag wie immer ziemlich freudlos, als er sich auf den Weg zu einem 12-stündigen Arbeitstag im Amt für alte Angelegenheiten begibt. Die Welt um ihn herum hat sich in den letzten Jahrzehnten gravierend verändert: Die Überalterung der Gesellschaft, eine Zerstörung der Umwelt in apokalyptischen Ausmaßen und die Gleichschaltung der Menschen durch die verschwörerischen Machenschaften eines global agierenden Chemiekonzerns
lassen Endzeitstimmung aufkommen. Mit der beginnenden Beziehung zu Christina, einer im Untergrund lebenden Ärztin, ändert sich das bislang eintönige Leben Karls schlagartig, denn beide versuchen, sich der totalitären Ordnung zu entziehen. Sie werden schließlich Beteiligte eines grandiosen Zukunftsprojektes, geleitet von dem ehemaligen Schiffsingenieur Hans. Doch der Aufbau einer neuen Mikrowelt bleibt nicht ohne Grundsatzkonflikte. So arbeitet Professor Schneider, der bereits in einen Pharmaskandal unglaublichen Ausmaßes verwickelt war, ohne jede Rücksichtnahme auf ethische Bedenken an der Züchtung menschlichen Lebens, und auch andere verfolgen egoistische und äußerst riskante Ziele, die den Erfolg der neuen Welt immer wieder in Frage stellen. Und so bleibt es schließlich „Eva“, einer lernfähigen künstlichen Intelligenz, überlassen, die Menschen immer wieder daran zu erinnern, was wahre Menschlichkeit wirklich bedeutet…
Bernard Bonvivant, „Das Chaos“, erschienen im August von Goethe Literaturverlag,
590 Seiten , Paperback, Preis: 19,80 €, ISBN: 9783837200195

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Was bringt uns das Jahr 2009?

Ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2009 wünsche ich meinen Leserinnen und Lesern.
Dieser Satz steht in ähnlicher Fassung in fast allen Grußworten in diesen Tagen.

Viele Menschen sind derzeit sehr verunsichert. Sie fragen sich, was kommt auf uns im neuen Jahr zu?
In den Medien gilt schon lange der Satz: Eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht!
Warum?
Die Antwort ist einfach. Der Mensch liebt offenbar die schlechten Nachrichten. Aus diesem Grund sind Nachrichten meist eben geprägt von Ereignissen, die mit Leid und Tod angereichert sind. Gute Nachrichten verkaufen sich bekanntlich schlecht.

Ist das wirklich so?

Brauchen wir die Reizüberflutung mit negativen Schlagzeilen, damit wir unser eigenes Los besser verkraften können?

Ich denke, es ist eher eine Frage der inneren Einstellung. Der Mensch ist auf Erden nicht geboren, des Unglücks wegen. Sein Dasein sollte eher darin bestehen ein friedliches und erfülltes Leben zu führen.

Es stellt sich die Frage: Sind wir etwa Opfer einer Manipulation? Unterliegen wir etwa einer fortwährenden Suggestion?

Die Suggestion fand im 17./18. Jahrhundert eine Vielzahl von Anhängern in der Philosophie der Esoterik.
Im Prinzip handelt es sich dabei um eine manipulative Beeinflussung der Wahrnehmung oder der Empfindung ohne dies wissentlich zu bemerken. Eine nicht ganz ungefährliche Sache, kann sie doch einen Menschen in eine gewisse Abhängigkeit führen.
In der heutigen Zeit wird die Suggestion häufig von Wahrsagern und vor allem in der Werbewirtschaft eingesetzt. Natürlich will ich nicht verschweigen, Suggestion wird auch zur Heilung von Hysterie eingesetzt. Es hat eben immer mehrere Seiten in der Betrachtung.

Das Jahr 2009 sollte sich aber erst einmal lösen vom negativen Einfluss der Suggestion. Die Welt ist nicht nur schlecht und die derzeitige schwierige Weltwirtschaftslage hat auch ihre guten Seiten.

Im Grunde wird uns ein Spiegel vorgehalten. Unser Ebenbild im Spiegel stellt uns die Frage:

Was habt ihr angerichtet?

Dies bedeutet aber keineswegs den Weg in unabwendbar schlechte Zeiten. Es ist viel mehr eine Bestandsaufnahme des Lebens.

Welche Wege führten zum falschen Ergebnis?
Was haben wir richtig getan?

Betrachten wir die Fakten nüchtern und sachlich, dann besteht auch kein Grund zur Panik.
Die Selbstreinigung der Geldmärkte ist genauso überfällig wie die ernüchternden Einblicke in so manchen Wirtschaftszweig.

Stehen wir nun vor einer Katastrophe, am Rande eines Abgrundes?

Keineswegs, wir stehen an einer Zeitenwende, einem großartigen historischen Augenblick, der die Welt verändern und dem Menschen ein neues Gesicht geben wird.
Aus grenzenlosem Egoismus wir wieder mehr ein Stück Gemeinschaft erwachsen. Die Zeiten raffgieriger Bereicherung werden schwinden damit eine neue überlebensfähige Gemeinschaft erwächst.
Vor allem aber wird in den nächsten Jahren die Erkenntnis aufkommen:
Kriege führen nicht zu einem erwachen einer starken Weltengemeinschaft. Wir sitzen auf dieser Welt auf der selben Erdenkugel. Unser Schicksal liegt in unseren Händen und die Zukunft der Kinder, unseren Nachkommen müssen wir absichern.

Es wird noch einige Zeit brauchen, aber die Menschheit wird eine neue Ausrichtung finden.
Dieser Weg ist für die weitere Entwicklung des Menschen auf Erden zwingend notwendig.

Was also bringt uns das Jahr 2009?

Es wird nicht so schlimm, wie es manche Stimmen durch die Lande flüstern. Wer allerdings dieser selbsterfüllenden negativen Prophezeiung folgt, der darf sich nicht wundern, wenn seine Befürchtungen am Ende wahr werden.

Was können wir also dagegen tun?

Gehen wir mit Optimismus und Mut in das neue Jahr. Der Glaube und die Hoffnung an ein gutes Leben werden uns dabei helfen in diesen schweren Zeiten den richtigen Weg zu finden. Eine weitere wichtige Zutat neben dieser Zuversicht ist auch eine Prise Mut.
Diese Einstellung muss allerdings aus unserer inneren Haltung erwachsen, suchen wir in uns selbst die kraftspendende Quelle, damit 2009 trotz aller Pessimisten doch ein gutes Jahr für uns Menschen wird.

© Bernard Bonvivant, Autor des Romans „Das Chaos“

Die Heilerin

Ein altes Holzhaus steht am Ortsrand. Es hat schon bessere Tage gesehen, jetzt erscheint es von außen besehen nur noch baufällig zu sein. Ein Architekt würde sagen, abreißen und ein neues Haus bauen. Der Liebhaber hingegen würde so manches interessante an diesem Häuschen finden. Die eindrucksvolle verwitterte Schnitzerei über der Eingangstür. Die aufwendige Zimmermannsarbeit eindeutig ein Zeichen von Handarbeit.

Die meisten Spaziergänger aber gehen achtlos vorbei und beachten das windschiefe Häuschen nicht. Viel schlimmer sind die dreisten Farbschmierereien und die obszönen Texte. Das hat das Holzhäuschen und seine einstige Bewohnerin sicher nicht verdient.

Auf dem kleinen Friedhof des Ortes liegt ein Grab einsam an einer Mauer. Fragt man die alten Leute hier, wieso dieses Grab so allein abseits liegt, dann schütteln sie den Kopf.
„Das wissen sie nicht? Da liegen die Armen, die kein Geld haben für ihre Beerdigung. In unserem Ort gab es nur eine, unser Klärchen.“

Neugierig geht man zu dem verwitterten Holzkreuz und liest dort: Klara Steiner.
Jetzt hat sie also schon einen Namen, die alte Dame aus dem windschiefen Holzhäuschen.

Wie aber lebte sie? Was hat sie in ihrer Lebenszeit vollbracht?
Auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln kann oft sehr interessant werden. Ein Mensch der scheinbar längst in Vergessenheit geraten ist und von dem nicht eine Seite beschrieben steht, wird mühsam wie ein Puzzle zusammengetragen. So sammeln sich hier ein kleines Teilchen und dort eine Episode zu einer näheren Information.

Ein alter Herr auf einer Bank am Dorfteich weiß mehr. Er füttert gerade die Enten, wirft ihnen trockene Brotkrummen zu. Mürrisch blickt er drein.
„Wieso wollen Sie was über Klärchen wissen? Wer sind Sie überhaupt?“
Der Frager kommt nicht zur Antwort, in den grauen alten Hirnzellen beginnt die Verjüngungskur und noch einmal reist der Geist in jene längst vergangene Zeit.

„Das ist eine lange traurige Geschichte. Klara war ein gescheites Mädchen, nur hatte ihre Mutter schon kein Geld. Klara war eine schöne Frau und so fand sie trotz der Armut einen Mann aus gutem Haus. Es war der Erstgeborene eines der reichten Bauern hier. Leider war der Bauer gegen die Verbindung, genutzt hat es nichts. Wo die Liebe hinfällt, Klara hat ihren Kurt geheiratet. Sie können mir glauben, es war ein stolzes Paar. Der Alte hat zwar seinen Sohn enterbt, aber der Kurt hat auch so seinen Weg gemacht. Das wäre sicher auch ein gutes Leben geworden. Der zweite Weltkrieg hat alles kaputtgemacht. Kurt fiel bei Stalingrad und der Alte hat Klara dafür die Schuld gegeben. Der Herr Pfarrer hatte nichts besseres zu tun, als vom Sündenfall und der Gerechtigkeit zu reden. Blödes Zeug, was konnte Klara für den Tod ihres Mannes. Nichts! Die Leute hier am Ort haben über sie getratscht und sie verflucht. Die Hexe haust im Holzhaus. Das Verrückte ist, wenn die Ärzte nicht helfen konnten sind sie zu Klara geschlichen, heimlich und nur in der Nacht. Das waren Zeiten, was?“

Der Frager schaut auf den Weiher und meint.
„Das ist aber sicher nicht die ganze Geschichte?“

Der alte Mann bricht Brot und wirft es den Enten zu.
„Nein! Es geht noch weiter. Klara hat in ihrer Familie Frauen gehabt, die der Hexerei bezichtigt und deshalb verbrannt wurden. Zwei ihrer weiblichen Verwandten landeten im sogenannten Schuldenturm. Klara verstand sich auf die Heilkunst wie keine zweite. Sie kannte alle Kräuter wusste, wo man sie fand und wie sie zu verarbeiten waren. Die Salben halfen immer, ihre Tees waren eine Wohltat und ihre Hände waren warm.“

Der Frager schaut den alten Mann verwundert an.
„Warm? Was meinen Sie mit warm?“

„Na, die hat ihre Hand aufgelegt und damit geholfen, hat massiert, eingerenkt und solche Sachen. Manchmal habe ich ihr heimlich was zu essen gebracht. Die Frau war arm wie eine Kirchenmaus. Meine verstorbene Frau hätte es nie erfahren dürfen, die hätte das Klärchen am liebsten gesteinigt. Verstehen Sie warum Menschen so sein können? Ich ehrlich gesagt nicht, vielleicht hängt es am Alter. Wissen Sie, die hatte einen selbstgebrannten Kräuterschnaps der bewirkte wahre Wunder.“

Der Frager lächelt und meint.
„Deshalb haben Sie die Frau besucht, wegen dem Schnaps.“

Der alte Mann winkt ab.
„Nein, es gab immer nur ein Gläschen Kräuterschnaps, nie auch nur einen Tropfen mehr. Warum interessiert Sie diese Geschichte überhaupt? Kein Mensch interessiert sich mehr für Klärchen, die liegt seit fast zwanzig Jahren unter der Erde.“
„Dann ist Sie aber früh gestorben!“
„Ja, die arme Frau bekam eine Lungenentzündung und ist daran gestorben.“
„Das ist eine traurige Geschichte, ihr ganzes Wissen ist wohl verloren für diese Welt.“
Der alte Mann nickt zustimmend.
„Ja! Nur was geht es Sie an?“
„Ich habe erst gestern bei der Durchsicht der Unterlagen meiner verstorbenen Eltern erfahren wer ich wirklich bin.“
Der alte Mann klatscht plötzlich in beide Hände.
„Dann hatte ich also doch Recht! Klärchen war nach Kurts letztem Heimaturlaub schwanger. Kurt ist drei Monate später in Stalingrad gefallen. Ich habe es damals geahnt, Klärchen war nicht nur traurig, sie war total durch den Wind. Sie hat wohl das Kind heimlich zur Welt gebracht und dann um es vor den Leuten zu schützen in andere Hände gegeben.“

Der Frager nickt traurig.
„Genau so war es, Sie fürchtete um das Leben ihres Kindes. Ich habe nicht gewusst, dass ich ein Pflegekind war. Der Tod hat die Wahrheit an das Licht des Tages gebracht.“
Der alte Mann schaut den Frager lange an.
„Jetzt erkenne ich dich, du bist deinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich bin sicher deine Mutter hat dir etwas hinterlassen. Hast du den Schlüssel zum Haus?“

Der Mann nickt stumm und zieht ihn hervor.

„Ich wette du heißt Kurt.“
Kurt und Tränen stehen in seinen Augen.
„Scheiße! Ich bin dein Onkel, ich habe damals statt meines Bruders Kurt unseren Hof geerbt.“
Der alte Mann beginnt zu heulen.

„Keine Angst mein Lieber, ich habe viel gut zu machen. Jetzt weiß ich wenigstens für wen ich das Erbe erhalten habe. Gehe zum Holzhaus und schaue im Keller nach, da findest du die Antworten auf deine Fragen. Den Rest werde ich Dir bei einem Essen in meinem Haus erzählen. Es ist der große Hof direkt auf der anderen Seite.“

Kurt nickt und geht zu dem alten Holzhaus. Er sperrt die Tür auf und ist erstaunt wie gut alles noch funktioniert. Das Haus sieht im Innern gut erhalten aus, hier hat wohl immer wieder jemand nach dem Rechten geschaut.
Er steigt die steile Kellertreppe hinab und findet sich in einem großen Raum wieder. Jetzt erst fällt ihm auf, das Licht brennt, also gibt es Strom. Vor ihm steht ein Küchentisch und an der Wand steht ein Schrank. Auf dem Tisch liegt ein Brief.

Kurt nimmt ihn mit zittriger Hand auf und liest den Text.
- Für meinen Sohn Kurt –

Er öffnet den Umschlag und liest immer wieder die Zeilen, irgendwann legt er den Brief auf den Tisch und öffnet den Schrank.

Lange blickt er auf die Hefte und Bücher, nimmt zaghaft welche in die Hand. Mühsam versucht er die Schrift zu entziffern und dann scheint es als sei eine Erscheinung im Raum. Das Licht wird heller, eine schemenhaftes Wesen huscht durch den Raum, eine sanfte Frauenstimme flüstert zärtlich.

„Habe keine Angst Kurt, nimm es an, das Vermächtnis der Heilerin. Ich kann dir nicht viel geben, was ich dir aber gebe ist unbezahlbar. Es ist das wertvollste was ein Mensch geben kann.“

In dieser Nacht fand die Heilerin endlich ihre verdiente Ruhe und ein neuer Heiler ward geboren.



© Bernard Bonvivant, Autor des Romans das Chaos